Das Haus

Wir errichten ein Haus in Holzbauweise, das das Grundstück möglichst optimal mit Wohnraum auslastet. Die Wohnungen sind über Laubengänge erschlossen, die auch als Ersatz für Balkone und als Treffpunkt für die Bewohner*innen dienen.

Auf den vier Geschossen entstehen insgesamt 14 Wohnungen – von Kleinstwohnungen für Singles bis zu großen Wohnungen mit sechs Zimmern für große WGs oder Familien ist alles dabei. Dabei achten wir bei den Grundrissen darauf, möglichst flexible Räume zu schaffen, die sich für alle Lebenssituationen und ‑entwürfe eignen.

Die Fassade wird mit Holz verkleidet. Auf dem Dach und an der Fassade befinden sich Solarmodule. Das Flachdach wird unterhalb der Solarmodule als extensives Gründach ausgeführt, um die Regenwasserzurückhaltung zu fördern und ein Habitat für Vögel und Insekten zu bieten.

Konzepte

Quartier Kleineschholz

Unmittelbar beim Rathaus, im Stadtteil Stühlinger, entwickelt sich das neue Wohnquartier Kleineschholz. Es ist als nachhaltiges, inklusives und urbanes Viertel geplant – mit ausschließlich gemeinwohlorientiertem Wohnungsbau.

Familien, Singles, Alleinerziehende, kinderlose Paare, ältere Menschen, Studierende und Menschen mit Behinderung sollen sich hier ein bezahlbares Zuhause schaffen können.

Mehr zum Quartier Kleineschholz auf freiburg.de

Das Mietshäuser Syndikat

Hausprojekt

Velohaven ist ein Hausprojekt von vielen in Deutschland im Verbund des Mietshäuser Syndikat. 203 Hausprojekte und 27 Projektinitiativen in Deutschland bilden einen festen Verbund. Das Bindeglied, das diesen Verbund herstellt, heißt Mietshäuser Syndikat. Jedes dieser bestehenden Hausprojekte ist autonom, d. h. rechtlich selbstständig mit einem eigenen Unternehmen, einer GmbH, das die Immobilie besitzt.

Keine Privatisierung

Bei den langen Zeiträumen, die unserem Plan zu Grunde liegen, könnten negative Entwicklungen auftreten. Was ist, wenn Hausprojekte, die in die Jahre kommen und über nennenswerte ökonomische Spielräume verfügen, auf den Solidartransfer pfeifen und sich aus dem Verbund verabschieden? Besonders fatal wäre, wenn kollektives Eigentum nach Jahren oder Jahrzehnten entgegen den besten Absichten und Festlegungen der Gründer_innengeneration gewinnbringend verkauft und / oder privatisiert würde. Beispiele dafür gibt es in der Geschichte selbstorganisierter Projekte genügend. Wie idealistisch und sozial die Satzungsbestimmungen eines Hausvereins oder einer Hausgenossenschaft auch formuliert sein mögen – mit einer entsprechenden Mehrheit der Mitglieder könn(t)en Beschlüsse zur Privatisierung bzw. zum Hausverkauf gefasst und, falls erforderlich, die Satzung geändert werden.

Stimmrecht gegen Hausverkauf

Um solchen Entwicklungen einen Riegel vorzuschieben, weisen alle Hausprojekte des Mietshäuser Syndikats eine Besonderheit auf. Der Eigentumstitel der Immobilie liegt nicht unmittelbar beim Hausverein, sondern bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Diese Haus-GmbH hat genau zwei Gesellschafter, zum einen den Hausverein, zum anderen das Mietshäuser Syndikat als eine Art Kontroll- oder Wächterorganisation: In bestimmten Angelegenheiten wie Hausverkauf, Umwandlung in Eigentumswohnungen oder ähnlichen Zugriffen auf das Immobilienvermögen hat das Mietshäuser Syndikat Stimmrecht; und zwar genau eine Stimme. Die andere Stimme hat der Hausverein. Das hat zur Folge, dass in diesen Grundlagenfragen eine Veränderung des Status quo nur mit Zustimmung beider Gesellschafter beschlossen werden kann: Weder der Hausverein noch das Mietshäuser Syndikat können überstimmt werden.

Selbstorganisation

Damit aber das Selbstbestimmungsrecht der Mieter_innen nicht von der „Kontrollorganisation“ ausgehebelt werden kann, ist das Stimmrecht des Mietshäuser Syndikats auf wenige Grundlagenfragen beschränkt. Bei allen anderen Angelegenheiten hat generell der Hausverein alleiniges Stimmrecht: Wer zieht ein? Wie werden Kredite besorgt? Wie wird umgebaut? Wie hoch ist die Miete? Diese Entscheidungen und die Umsetzung ist alleinige Sache derjenigen, die im Haus wohnen und arbeiten.

Lies hier mehr zum Mietshäuser Syndikat.